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Mittwoch, 05.10.2022

Wandern am Titisee im Schwarzwald: Der Hirtenpfad bei Raitenbuch

Eine knappe Viertelstunde mit dem Auto vom Gästehaus Sandvoss in Titisee-Neustadt liegt der Hochschwarzwälder Hirtenpfad. Es ist einer der zahlreichen gut ausgeschilderten Genießerpfade, die nicht nur zum Wandern einladen, sondern auf denen man auch etwas über die Historie und Kultur dieser herrlichen Gegend erfahren kann. Immer wieder gibt es dabei an markanten Stellen Erläuterungen für den interessierten Leser. 

Dreistündige Wanderung über 7,8 Kilometer am Hirtenpfad Schwarzwald

Die ca. dreistündige Wanderung beginnt am Ortsbeginn von Raitenbuch, wo von Titisee über den Windgfällweiher kommend gleich rechts ein Hinweisschild zum Wanderparkplatz führt. Dort beginnt der abwechslungsreiche Weg rund um das Gletscherhochtal, der meist sehr gut ausgeschildert ist. Nur am Anfang muss man auf die Beschilderung achten, um nicht aus Versehen geradeaus dem breiten Waldweg zu folgen, sondern links auf den kleinen Fußweg abzubiegen. Diesem herrlichen aber auch anspruchsvollen Pfad folgt man bis zur Talsohle am Möslehof vorbei, um auf der anderen Seite bis zum Rastplatz alter Ahorn aufzusteigen, von wo aus es gemütlich meist auf Forstwegen wieder zum Ausgangspunkt zurück geht. 


Details zum Hirtenpfad in der Nähe vom Titisee im Schwarzwald

Anreise:
12 km mit dem Auto vom Titisee entfernt, ausgeschilderter Parkplatz (Hirtenpfad) am Ortseingang von Raitenbuch. 

Wanderung:
7,8 km, 3h, 225 hm rauf und runter. 

Equipment:
Gutes Schuhwerk, da Pfad und Forstweg.

Pausen & Verpflegung:
Zahlreiche Bänke und auch Liegen laden zum Verweilen ein, Selbstverpflegung. 

Winterwanderung:
Im Winter gibt es eine kürzere Variante als Schneeschuhwanderung mit 4,6 km, 154 hm und 2h 40m. 

Unser Tipp: Details mit Karte finden Sie auch in der Hochschwarzwald-App!


Wanderung im Schwarzwald: Geschichte erleben

Bei der Wanderung auf dem Hirtenpfad im Schwarzwald erfährt man auf zahlreichen Infotafeln die Geschichte der Hirtenbuben, die alles andere als romantisch war, sondern vom kargen und armen Leben in früheren Zeiten geprägt, die teilweise noch bis weit ins letzte Jahrhundert reicht, bis die Erfindung des elektrischen Weidezauns in den Fünfzigerjahren diese Form der Kinderarbeit allmählich überflüssig machte. 

Die Hirtenkinder hüteten das Vieh, bestehend aus Rindern, Ziegen und Pferden von Mai bis Oktober auf dem Weidegang. Die Kinder hatten einen langen und anstrengenden 15-Stunden-Tag. Neben dem Hüten besuchten sie im Wechsel die Schule, die einen am Morgen, die anderen am Nachmittag. Oft waren es Kinder von kleineren Höfen oder Taglöhnern, die sich in der Weidezeit gegen kostenlose Unterkunft und Essen verdingen mussten, um so die ärmeren Familien von zusätzlichen Essern zu entlasten. 

Am Ende der Weidezeit erhielten sie eine Entlohnung, die nicht unbedingt aus Geld bestand, sondern beispielsweise ein Mantel oder festes Schuhwerk für den Winter sein konnte. Die Raitenbucher Weide ist eine Allmendweide, das heißt sie gehört den Gemeindemitgliedern, die ihr Vieh früher ohne Einzäunung im Tal und an den Hängen weiden ließen. Auf der Weide wachsen hauptsächlich Borstgräser, deren Futterwert nicht besonders hoch ist. 

Pflanzenwelt bei der Hirtenpfad Wanderung

Im Sommer findet man Arnika, ein vielseitiges Heilkraut, gelben Enzian, aus dessen Wurzeln man in den Alpen Schnaps brennt und das gefleckte Knabenkraut, eine Orchideenart, die u.a. in den Mittelgebirgen und Alpen auf feuchten, sauren Böden anzutreffen ist. Im Spätsommer/Herbst kommt noch die Silberdistel hinzu.  Alle vier Arten stehen unter Naturschutz und dürfen nicht gepflückt, gerne aber fotografiert werden. Wer Glück hat, kann bei guter Fernsicht auf der ausblickreichen Wanderung auch die Alpen sehen.

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